Yang Mei, 10, China
Noch vor Sonnenaufgang machen sich die zehnjährige Yang Mei, ihr jüngerer Bruder Yang Zhen und ihre kleine Schwester Yang Yamei auf den Weg zur Schule. Yang Mei spürt noch immer die Konsequenzen des Erdbebens, das die Provinz Sichuan in China im Mai 2008 getroffen und unzählige Gebäude verwüstet hatte. Auch das Dach des Hauses der drei Geschwister stürzte ein. Das Schulhaus wurde schwer beschädigt. Es brach zwar nicht zusammen, war aber so einsturzgefährdet, dass Yang Mei und ihre Geschwister vorerst nicht mehr zur Schule gehen konnten.
«Wir waren im Schulzimmer, als die Erde zu beben begann», erzählt Mei. «Es fühlte sich an, als würde das Klassenzimmer sich bewegen. Wir gingen alle sofort nach draussen.»
Mei und 250 weitere Schülerinnen und Schüler gehen nun in das temporäre, von UNICEF vorfabrizierte und aufgestellte Schulgebäude. Die Schülerinnen und Schüler haben zudem Schulrucksäcke und Hygienesets sowie Spiel- und Sportausrüstung für die Pausen bekommen.
Beim Erdbeben waren allein in der Provinz Sichuan insgesamt über 6000 Schulhäuser zerstört worden. Auch die Wasserversorgungssysteme nahmen Schaden, so dass die Kinder und ihre Familien Regenwasser in Plastiksäcken auf dem Dach sammeln mussten oder unsauberes Wasser vom Fluss holen.
UNICEF half beim Wiederaufbau und versorgte die betroffenen Gemeinden mit Trinkwasser, stellte so schnell wie möglich den Schulbetrieb sicher, half Kindern, mit den schwierigen Eindrücken, die das Erdbeben hinterlassen hatte, umzugehen und unterstützte die Gesundheitszentren mit therapeutischer Spezialnahrung.





