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Kinderschutz an der Fussball-WM 2010

Red Card South Africa 
 © UNICEF

 

Mit der Kampagne «Zeige die rote Karte!» und speziellen Kinderbereichen in den FIFA-Fan-Zonen will UNICEF Kinder und Jugendliche während der Fussball-Weltmeisterschaft vor Missbrauch und Ausbeutung schützen.

Zum grossen Fussball-Spektakel in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli 2010) werden rund 2,7 Millionen einheimische und 450'000 ausländische Zuschauer in den Spielstadien und Fanzonen erwartet.

Während der Weltmeisterschaft bleiben die Schulen geschlossen. Unbeaufsichtigte Kinder sind besonders gefährdet, Opfer von Missbrauch, Kinderhandel und Kinderarbeit zu werden. «Ein Anlass dieser Grösse bietet Kriminellen leider Möglichkeiten, mit Frauen und Kinder zu handeln», so Südafrika-Präsident Jacob Zuma.

In Zusammenarbeit mit der südafrikanischen Regierung und weiteren Organisationen setzt sich UNICEF dafür ein, ausländische Touristen, Fussball-Fans wie auch den Rest der Bevölkerung auf die geltende Rechtslage zum Kinderschutz aufmerksam zu machen.

Kinder und Jugendliche ihrerseits sollen über ihre Rechte informiert werden. Und wissen, wie sie sich vor Missbrauch schützen und an wen sie sich bei Gefahr vertrauensvoll wenden können.

Kampagne «Zeige die rote Karte»

Campaign Give the Red Card

Die rote Karte gilt im Fussballsport universell als Warnsymbol bei groben Verstössen gegen die Spielregeln. Die UNICEF Kampagne «Zeige die rote Karte!» signalisiert deutlich, dass Kindsmissbrauch und Ausbeutung in Südafrika unerwünscht sind, egal wie hoch das Fussball-Fieber steigt.

Via Poster, Flyer und über soziale Netzwerke sollen Kinder und Jugendliche vor Missbrauch gewarnt und über potentielle Gefahren aufgeklärt werden. UNICEF Südafrika kooperiert dafür auch mit der populären Netzwerk-Plattform MXit, die Millionen von Jugendlichen erreicht.
Eine kleine rote Karte mit den gebührenfreien Notfall-Telefonnummern der südafrikanischen Polizei und des Kindertelefons wird landesweit verteilt.

 

Kinderfreundliche Bereiche in den Fan-Zonen

Fussball WM

Kinder ohne Begleitung und Kinder, die von ihren Betreuungspersonen getrennt wurden, sind besonders vor Missbrauch und Ausbeutung gefährdet. UNICEF richtet deshalb in vier von zehn Fan-Zonen klar gekennzeichnete Kinderbereiche ein - und zwar in: 

  • Sandton
  • Soweto
  • Port Elisabeth
  • Nelspruit.
Hier können die Kinder die Spiele in einer sicheren und kinderfreundlichen Umgebung verfolgen. Sie werden von Fachleuten betreut, bis sie wieder mit ihrer Familie vereint werden können. Die UNICEF-Mitarbeitenden werden sich zudem um die Kinder kümmern, die zusätzliche Hilfe benötigen.