Zwei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti verbessert sich die Situation der Kinder langsam aber stetig. Dennoch steht die haitianische Regierung vor grossen Herausforderungen für die Zukunft. UNICEF unterstützt Haiti weiterhin in der Umsetzung der Kinderrechte.
Kleine Erfolge für die Kinder Haitis
Am 12. Januar vor zwei Jahren zerstörte ein Erdbeben bedeutende Teile Haitis und stürzte die bereits in grosser Armut lebende Bevölkerung in noch grösseres Elend. Zum zweiten Jahrestag veröffentlicht UNICEF einen Bericht über die aktuelle Situation der Kinder in Haiti. Laut dem Bericht können eindeutige Verbesserungen in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Ernährung und Kinderschutz festgestellt werden.
UNICEF half rund 750‘000 Kinder einzuschulen, baute 193 erdbebensichere Schulen für 80‘000 Kinder, ernährte mehr als 15‘000 mangelernährte Kinder in 314 therapeutischen Ernährungszentren und unterstützte 95 ländliche Gemeinden beim Ausbau des Abwassersystems. 120‘000 Kinder werden weiterhin in 520 kinderfreundlichen Zonen betreut. Dank der Unterstützung von UNICEF unterschrieb die Regierung das Haager Adoptionsübereinkommen, begann Waisenkinder zu registrieren und Waisenhäuser zu überprüfen.
Gleichwohl steht Haiti vor grossen strukturellen Problemen. Nach wie vor herrscht grosse Armut in Haiti, mehr als 500‘000 Personen leben in provisorischen Unterkünften und Choleraerkrankungen überfordern die bereits überlastete Infrastruktur zusätzlich. Von den rund 4,3 Millionen Kindern unter 18 Jahren blicken die meisten einer ungewissen Zukunft entgegen. UNICEF benötigt für 2012 23 Millionen Franken für Projekte in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Wasser und sanitäre Einrichtungen, Bildung und Kinderschutz.
UNICEF leistet jährlich weltweit in mehr als 200 Krisengebieten Nothilfe.
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