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1 Million Kinder von Lebensmittelkrise betroffen

Niger; a woman embraces her severely malnourished child 
 © UNICEF/NYHQ2009-2560/Pierre Holtz

 

UNICEF warnt vor einer schleichenden Hungersnot

Laut Schätzungen von UNICEF werden im kommenden Jahr mehr als 1 Million Kinder in der Sahelzone unter Lebensmittelknappheit und schwerer, lebensbedrohlicher Mangelernährung leiden. UNICEF bereitet sich auf einen umfassenden Hilfseinsatz vor, bestellt therapeutische Nahrung und verteilt erste Hilfsgüter in der Region.

Am stärksten betroffen sind die Kinder in Niger. Schätzungsweise 330'600 Kinder unter fünf Jahren sind bereits schwer mangelernährt. Die nigrische Regierung teilte mit, dass mehr als die Hälfte aller Dörfer von der Lebensmittelknappheit betroffen sind.
Hunderttausende Kinder entlang der Sahelzone werden humanitäre Hilfe benötigen: in Burkina Faso, Mali, Mauretanien, Niger, Tschad sowie im Norden von Kamerun, Nigeria und Senegal. Mangelernährte Kinder sind besonders anfällig für Infektionskrankheiten: Ihre geschwächten Körper haben den Erregern nichts entgegenzusetzen, der Körper wird noch schwächer und anfälliger – ein Teufelskreis. Mangelernährung ist verantwortlich für 35 Prozent der Todesfälle bei Kindern in der Sahelzone.

David Gressly, Direktor des UNICEF Regionalbüros West- und Zentralafrika sagt: «Diese Krise wird uns immens herausfordern. Wir sprechen solche Warnungen nicht leichtfertig aus. Aber die enorme Tragweite dieser Lebensmittelkrise verlangt eine angemessene Reaktion, mit der wir jetzt beginnen müssen. Eine Tragödie lässt sich nur durch einen beispielslosen Einsatz abwenden.» Darum müsse sichergestellt werden, dass genügend gut ausgebildete Hilfskräfte mit den passenden Instrumenten ausgestattet vor Ort sind, erklärt Gressly weiter.

So hilft UNICEF
UNICEF bereitet sich mit Partnerorganisationen darauf vor, rund 1 Million schwer mangelernährte Kinder zu behandeln. Gleichzeitig müssen die strukturellen Probleme, die der Krise zugrunde liegen, angegangen werden, um längerfristige und nachhaltige Verbesserungen für die gesamte Bevölkerung zu erreichen.
UNICEF konzentriert sich dabei auf ihre Kernthemen:

  • Ernährung
  • Gesundheit
  • Wasser und sanitäre Anlagen
  • Kinderschutz
  • Bildung
  • HIV/Aids
UNICEF benötigt dringend CHF 61’510'000, um Hilfslieferungen mit Nahrungsmitteln und medizinischen Hilfsgütern für das erste Halbjahr 2012 abzudecken.

UNICEF leistet jährlich weltweit in mehr als 200 Krisengebieten Nothilfe.

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