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Arlesheim: «Kinderfreundliche Gemeinde»

Arlesheim wird als Kinderfreundliche Gemeinde ausgezeichnet. 
 © UNICEF Schweiz/Katrin Piazza

 

Arlesheim (BL) erhält die UNICEF-Auszeichnung «Kinderfreundliche Gemeinde», mit der die Umsetzung der Kinderrechtskonvention auf kommunaler Ebene unterstützt werden soll. Die feierliche Übergabe der Auszeichnung erfolgte am Dienstag, 17. Mai 2011 auf dem Pausenplatz der Gerenmattschulen.

«Ab uff d‘Sogge!» Mit dieser sympathischen Einladung auf speziellen Wegweisern werden in Arlesheim die Kinder auf sichere Fuss- und Velowege gelenkt. Die basellandschaftliche Gemeinde selbst hat sich 2009 «auf die Socken gemacht», um eine «Kinderfreundliche Gemeinde» zu werden.

«Wir haben uns um das Label beworben, weil es für uns wichtig ist, dass Kinder und Jugendliche bei uns im Dorf leben, mitreden und mitgestalten können», erklärt Gemeindepräsident Karl-Heinz Zeller Zanolari. «Die Auszeichnung bedeutet für uns sehr viel und zeigt uns, dass wir bis anhin gute Arbeit in diesem Bereich geleistet haben und auf dem richtigen Weg sind. Gute Noten haben wir in den Bereichen Schulkultur, Kinder- und Jugendschutz, Betreuung, Freizeitangebote, Wohnen, Umfeld und Verkehr erhalten. Verbessern können wir uns im Bereich „Politik mit und für Kinder“».

«In Arlesheim wird konsequent darauf hingearbeitet, dass die Kinder mehr und mehr mitreden dürfen», bestätigt UNICEF-Geschäftsleiterin Elsbeth Müller. «Wir sind überzeugt davon, dass die Gemeinde ihre Bemühungen rund um die Kinderfreundlichkeit weiter mit Beharrlichkeit und Leidenschaft verfolgen wird.»

Arlesheim zeichnet sich unter anderem durch ein gutes Tagesbetreuungsmodell aus, das Eltern Raum für individuelle Lösungen bietet. Für vorbildlich hält UNICEF auch das Jugendhaus der Gemeinde, das den Kindern und Jugendlichen nicht nur zur Freizeitgestaltung dient, sondern geradezu als Ombudstelle zu fungieren scheint. Sein Konzept überzeugt einerseits durch die Niederschwelligkeit seiner Informations- und Beratungsangebote und andererseits durch die hervorragende Vernetzung mit sämtlichen für Kinder relevanten Instanzen in der Gemeinde. Im Arlesheimer Jugendhaus wird nicht zuletzt deshalb eine gute Durchmischung in Bezug auf die Altersgruppen und Nationalitäten erreicht. Durch vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten, der Möglichkeit zur selbständigen Nutzung der Räumlichkeiten und die eigene, zweiköpfige Vertretung im Vorstand wird den Nutzern des Jugendhauses selbst Verantwortung übertragen und sie werden motiviert, aktiv am gesellschaftlichen und politischen Leben der Gemeinde zu partizipieren.

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