Bis 2015 soll der Anteil der Menschen ohne sicheres Trinkwasser und einfache Sanitäreinrichtungen um die Hälfte gesenkt werden.
Millenniumsziel 7: ökologische Nachhaltigkeit
Weltweit stieg der Anteil der Menschen, die Zugang zu sauberem Wasser haben, von 77 Prozent (1990) auf 87 Prozent – ein Anstieg um zehn Prozent. Doch bis heute haben über 880 Millionen Menschen kein sauberes Trinkwasser. Rund 1,1 Milliarden müssen ihre Notdurft im Freien verrichten.
Fortschritte bei der Versorgung mit sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen gibt es vor allem in den Städten – auf dem Land sind dagegen die Probleme weiter gross. In vielen afrikanischen Ländern südlich der Sahara hat weniger als die Hälfte der ländlichen Bevölkerung sauberes Trinkwasser.
Kaum Fortschritt wurde beim Zugang zu Sanitäranlagen erzielt. Zwischen 1990 und 2008 betrug der Anstieg weltweit nur 5 Prozentpunkte – eine Steigerungsrate, die bei weitem nicht ausreicht. Fast 40 Prozent aller Menschen weltweit haben damit immer noch nicht die Möglichkeit, ausreichende Sanitäranlagen zu nutzen.
Die Folgen mangelnder Hygiene sind lebensbedrohliche Infektionen und schwere Durchfallerkrankungen. Die zählen aber nach wie vor zu den Hauptursachen für die hohe Kindersterblichkeit in vielen Entwicklungsländern.
Für die ärmsten Familien gab es seit den 1990er Jahren kaum Fortschritte im Zugang zu sanitärer Versorgung. Wo es Verbesserungen gab, war die Landbevölkerung meist davon ausgeschlossen.
Seit dem 28. Juli 2010 ist der Anspruch auf sauberes Wasser ein internationales Menschenrecht.
Aktuelle UNICEF Projekte zur ökologischen Nachhaltigkeit

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