UNICEF schätzt, dass weltweit täglich mehr als 3000 Kinder Opfer von skrupellosen Menschenhändlern werden. Kinder werden wie eine Ware über die Grenzen verfrachtet, gegen viel Geld an adoptionswillige Paare vermittelt, als Arbeitssklaven verkauft oder unter falschen Versprechungen in die Prostitution gelockt. In vielen Ländern Afrikas und Südostasiens werden Kinder verschleppt. Ohne Identität - viele wurden nie in ein Geburtenregister eingetragen - haben ihre Peiniger ein leichtes Spiel.
Kommt hinzu, dass Eltern ihre Buben und Mädchen im guten Glauben an Vermittler übergeben, ihre Kinder könnten bei wohlhabenden Familien in der Stadt arbeiten und eine Ausbildung machen. In Westafrika werden so jährlich 200 000 Kinder Opfer von Kinderhändlern. Sie müssen auf Plantagen arbeiten und werden als Dienstmädchen in Privathaushalten ausgebeutet, wo sie oft sexuellen Übergriffen ausgesetzt sind.
Weitere Informationen
Child Trafficking Research Project
Kinderhandel - Kinder sind keine Ware
Ziele von UNICEF
- UNICEF unterstützt Informationskampagnen, die über Vorkommen und Ausmass des Kinderhandels aufklären.
- Kinder, die über einen Namen und eine Nationalität verfügen und im Geburtenregister eingetragen sind, sind weniger von Kinderhandel betroffen. UNICEF finanziert Projekte zur Geburtenregistrierung in von Kinderhandel betroffenen Ländern.
- UNICEF arbeitet mit der Polizei zusammen, damit Menschenhändler verfolgt werden. Anwälte stehen Kindern in Gerichtsverfahren zur Seite.
- UNICEF führt in verschiedenen Ländern Studien über Ausmass, Vorkommen und Wege des Kinderhandels durch. Die Resultate sind erschütternd und zwingen die Regierungen zum Handeln.
- UNICEF unterstützt Betreuungseinrichtungen für von Kinderhandel betroffene Kinder, Telefon-Hotlines, Familienzusammenführungen und Rechtshilfe für Kinder.
- Um den Teufelskreis Armut zu durchbrechen, schafft UNICEF weltweit Zugang zu Bildung und damit Chancen für eine Verbesserung der Lebenssituation aller Kinder.




