Das Erdbeben in Haiti ist eine doppelte Katastrophe, denn schon vor dem Erdbeben starben in Haiti so viele Kinder unter fünf Jahren an vermeidbaren Krankheiten wie sonst nirgendwo in der westlichen Hemisphäre. Und über die Hälfte aller Kinder im schulpflichtigen Alter gingen nicht zur Schule. Umso wichtiger ist es jetzt, Haiti nicht nur wiederaufzubauen, sondern bessere Bedingungen für die Kinder und ihre Zukunft zu schaffen.
Nothilfe für Kinder in Haiti
So hilft UNICEF:

Schule in Zelten
Während die Kinder nach wie vor draussen übernachten und im Chaos der Trümmer leben, gibt die Rückkehr zur Schule, den Kindern ein Gefühl von Sicherheit und Normalität. Jedes Kind hat das Recht auf Bildung auch in Zeiten einer humanitären Krise. UNICEF hat darum mit der Verteilung von 150 Zelten begonnen, die als temporäre Klassenzimmer dienen. 390 Schulen im Koffer versorgen Kinder und Lehrpersonal mit dem nötigen Material für den Unterricht. Die 410 Spielkoffer ermöglichen den Kindern Sport, Bewegung und Spiele, die ihnen helfen sollen, das Erlebte zu verarbeiten und wieder Kind zu sein.

Schutz und Betreuung für die Kinder
Gemeinsam mit Partnern registriert UNICEF unbegleitete Kinder, bei denen nicht geklärt ist, wo sich Eltern oder Angehörige befinden. In 33 Schutzzonen werden die Kinder betreut und die Suche nach überlebenden Angehörigen organisiert. Zudem hat UNICEF ein spezielles Betreuungszentrum eingerichtet, das 55 Kinder beherbergt.
UNICEF verteilt Schutzpakete für insgesamt 50 000 unbegleitete Kinder. Die Sets enthalten eine Schlafmatte, eine Decke, ein Tuch, Kleidung, Unterwäsche, Sandalen und Hygieneartikel.

Wasser und Latrinen
UNICEF koordiniert die Nothilfe im Bereich Wasser und sanitäre Versorgung. Jeden Tag versorgen UNICEF und ihre Partner nahezu 850 000 Menschen mit sauberem Trinkwasser in 300 Siedlungen in und um Port-au-Prince, Jacmel und Leogane. Ebenso werden 40 000 Wasserflaschen an 30 Waisenheime abgegeben. Um Durchfallerkrankungen möglichst zu vermeiden und ein Mindestmass an Hygiene in den Notunterkünften zu ermöglichen, hat UNICEFmit Partnern zusammen über 2600 Latrinen gebaut und Hygiene-Botschaften entwickelt. Diese werden nun über das Radio und per SMS verbreitet. Die über 88 000 Hygiene-Pakete, die UNICEF bisher verteilt hat, erreichen rund 500 000 Personen.

Gesundheit und Ernährung
Durch das enge Zusammenleben in den Zeltsiedlungen verbreiten sich Krankheiten besonders schnell. Für Kleinkinder sind manche dieser Krankheiten eine tödliche Bedrohung. UNICEF führt eine Impfkampagne für insgesamt 500 000 Kinder unter sieben Jahren durch, um die Kinder zu schützen. Sie werden gegen Masern, Röteln, Diphterie, Tetanus und Keuchhusten geimpft.
254 Waisenheime wurden von UNICEF mit Nahrung, Medikamenten und medizinischer Ausrüstung versorgt.
Für die dringende Nothilfe braucht UNICEF insgesamt 131 296 000 Franken. Bitte helfen Sie uns, den Kindern in Haiti zu helfen!
Postkonto 80-7211-9
Vermerk: Erdbebenopfer Haiti







