Hunger und Dürre am Horn von Afrika
Die Hungersnot trifft Kleinkinder besonders hart.
Die Situation der Kinder am Horn von Afrika verschlechtert sich weiter. Alleine in Somalia benötigen inzwischen 4 Millionen Menschen humanitäre Hilfe. 450'000 Kinder sind schwer unterernährt, davon sind 190'000 Kinder in lebensbedrohlichem Zustand. Zehntausende Menschen sind in den vergangenen drei Monaten gestorben, jedes zweite Opfer war ein Kind.
Die Situation
Die Region am Horn von Afrika hat schon viele Krisen erlebt. Aktuell spricht man von der schlimmsten Dürreperiode seit 60 Jahren. Die Kombination von extremer Trockenheit, steigenden Lebensmittel- und Benzinpreisen und anhaltenden Kämpfen in Somalia sind die Gründe, für die Krise.
Mehr als 13 Millionen Menschen sind am Horn von Afrika auf sofortige Hilfe angewiesen.
In einigen Regionen Somalias sowie im Flüchtlingslager bei Mogadischu ist die Kindersterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren auf 13 pro 10'000 Kindern angestiegen. Eine Besserung der Lage ist nicht in Sicht.
Auf der Suche nach Nahrung und Schutz, gelangen immer mehr Menschen in die überfüllten Flüchtlingslager in Kenya, Äthiopien und um Mogadishu.
Die einsetzende Regenzeit begünstigt Krankheiten, wie Cholera, sonstige Durchfallerkrankungen, Denguefieber oder Malaria. In Mogadishu ist bereits Cholera ausgebrochen und die Masernfälle häufen sich in der gesamten Krisenregion. Die unterernährten Kinder haben diesen Krankheiten nichts entgegenzusetzen.
Immer häufiger werden Fälle von Kinderrechtsverletzungen und mangelndem Kinderschutz bekannt, insbesondere die systematische Rekrutierung von Kindersoldaten und sexuelle Gewalt gegen Mädchen.
So hilft UNICEF
- UNICEF verstärkt den Einsatz in Somalia und unterstützt mittlerweile 1100 Ernährungszentren in Somalia.
- UNICEF verteilt an Familien angereichertes Soja-Maismehl, Speiseöl und getrocknete Hülsenfrüchte.
- UNICEF versorgt in drei Gebieten in Somalia zehntausende Menschen mit gekochten Mahlzeiten.
- UNICEF liefert therapeutische Spezialnahrung, wie nährstoffreiche Erdnusspaste oder angereicherte Milch.
- UNICEF baut und repariert Brunnen und Wasserpumpen, verteilt Wasserreinigungstabletten und -filter.
- UNICEF führt breit angelegte Impfkampagnen durch, verteilt Medikamente und stellt medizinisches Material für die Behandlung von Cholera und Malaria bereit.
- Im Bereich Kinderschutz intensiviert UNICEF seine Arbeit und verstärkt sein Monitoring. In den Flüchtlingslagern richtet UNICEF kinderfreundliche Zonen ein und registriert unbegleitete, von den Eltern getrennte Kinder.
- Seit Beginn des neuen Schuljahres verstärkt UNICEF die Unterstützung von Schulen im Krisengebiet und in den Flüchtlingslagern. Kinder, die in die Schule gehen, erhalten neben dem Zugang zu Bildung, warme Mahlzeiten, medizinische Versorgung und Schutz vor Missbrauch.
- UNICEF gibt im Süden Somalias Essensgutscheine an Familien ab. Damit können Familien sich Lebensmittel auf den Märkten wieder leisten und der lokale Handel wird gefördert.
So hilft UNICEF stark unterernährten Kindern:
- Notversorgung: Viele Kinder sind so schwach, dass Sie intravenös ernährt werden müssen. Die Kinder erhalten deshalb zuerst eine Zucker-Salz-Lösung gegen Austrocknung.
- Therapeutische Milch: Mit dem Löffel oder über eine Nasensonde erhalten die Kinder kleine Portionen Spezialmilch, rund um die Uhr, je nach Zustand etwa fünf Tage lang.
- Erdnusspaste: Nach einigen Tagen haben sich die Kinder so weit erholt, dass sie wieder feste Nahrung aufnehmen können. Sie erhalten dann eine spezielle, nahrhafte Erdnusspaste.
Helfen auch Sie!
Mit Ihrer Hilfe kann UNICEF:
- Unterernährte Kinder mit therapeutischer Spezialnahrung versorgen,
- Zugang zu sauberem Wasser schaffen,
- Wasserreinigungstabletten verteilen,
- Impfaktionen durchführen, medizinisches Material bereitstellen und
- unbegleitete Kinder registrieren und betreuen.
Um den Kindern am Horn von Afrika über die kommenden Wochen und Monate zu helfen, benötigt UNICEF dringend weitere Unterstützung.
Danke, dass Sie mit einer Spende die Kinder am Horn von Afrika unterstützen.