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UNICEF Nothilfe

Haiti 2010: Haiti 2010: Cité Soleil, one of the poorest neighbourhoods in Port-au-Prince  
 © UNICEF/NYHQ2010-0219/Noorani
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Wo sind meine Eltern? Wer gibt mir etwas zu essen? Weshalb musste ich so schnell mein Dorf verlassen? Wie soll ich es schaffen, bei dieser Hitze den ganzen Tag zu gehen? Warum liegen tote Menschen am Strassenrand?

Für Kinder sind Dürren, Fluten, Erdbeben oder Kriege besonders bedrohlich. Unter Umständen verlieren sie vom einen zum anderen Moment ihr gewohntes Umfeld, ihre Eltern und ihre Tagesstruktur, sind traumatisiert und schutzlos Gefahren ausgesetzt.

So hilft UNICEF

UNICEF truck at the airport

Nothilfe gehört seit der Gründung von UNICEF im Jahr 1946 zum Mandat des Kinderhilfswerks und ist eine Kernaufgabe.  Wo Naturkatastrophen oder gewaltsame Auseinandersetzungen das Leben von Kindern bedrohen, ist UNICEF jeweils als eine der ersten Organisationen vor Ort und liefert das Wichtigste zum Überleben: Medikamente, Trinkwasser, Decken, Plastikplanen, Kochutensilien, Hygieneartikel. UNICEF impft Kinder, bietet psychosoziale Betreuung, Infrastruktur, Schutz und Schulunterricht. UNICEF setzt sich in rund 80 Ländern auch für die Kinder in „vergessenen Konflikten“ und Notsituationen ein, die nicht im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen.


 
Immunization campaign in Haiti

Gesundheit und Ernährung

  • Eine wichtige Massnahme, um die Verbreitung von lebensbedrohlichen Krankheiten im Krisenfall zu vermeiden, sind Impfungen. UNICEF impft Kinder zwischen 6 Monaten und 14 Jahren gegen Masern und versorgt sie, wo nötig, mit einem Vitamin A Zusatzpräparat. Rehydrationssalz wird als wirksames Mittel gegen Durchfall eingesetzt.
  • Unterernährte Kinder erhalten aufbauende Kraftnahrung und hoch eiweisshaltige Kekse. Für Mütter und Neugeborene werden Vitamine, Mineralstofftabletten und zusätzliche Ernährungsprogramme angeboten, die ihren Bedürfnissen entsprechen und Krankheiten vorbeugen.
  • Decken, Planen und Kochutensilien schützen Kinder und Erwachsene vor der Witterung und ermöglichen eine warme Mahlzeit.

 
Emergency Pakistan

Wasser, sanitäre Anlagen und Hygiene

  • Die Sicherung von sauberem Trinkwasser ist prioritär. UNICEF stellt darum Tabletten zur Wasserreinigung bereit. Kanister versorgen Kinder und Erwachsene mit Wasser.
  • Um die Ausbreitung von Cholera einzudämmen, werden Seifen verteilt und wichtige Hygieneregeln kommuniziert. Händewaschen kann die lebensbedrohlichen Durchfallerkrankungen um 40 Prozent reduzieren.
  • UNICEF richtet Latrinen ein

 
UNICEF Child Protection Specialist Cecile Modvar, Haiti

Kinderschutz

  • Kinder, die von ihren Eltern getrennt wurden, werden identifiziert und registriert und vorübergehend in Pflegefamilien oder in improvisierten Kinderzentren untergebracht.
  • Kinderschutzzonen werden eingerichtet und die Kinder betreut. Betreuer/innen helfen den Kindern, über die Erlebnisse zu sprechen, zu malen und wieder zum Spielen zurück zu finden

 
A teacher holds an arithmetic class in a UNICEF tent school.

Bildung

  • UNICEF richtet temporäre Schulen in Zelten oder im Freien ein. Dort erhalten Kinder Schulmaterial. Der Unterricht verleiht dem Alltag der Kinder Struktur und ermöglicht ein Stück Normalität. Zudem werden die Eltern durch die Betreuung ihrer Kinder in den improvisierten Schulen entlastet.
  • Sobald es die Umstände erlauben, werden zerstörte oder besetzte Schulen mit der Hilfe von UNICEF wieder aufgebaut und in Betrieb genommen.

 

Rasch und folgerichtig entscheiden und handeln
In einer akuten Krisensituation sind für UNICEF die ersten 48 bis 72 Stunden entscheidend. Um weltweit schnell reagieren zu können, betreibt UNICEF ein eigenes, zentrales Warenlager in Kopenhagen. Auf rund 25.000 Quadratmetern stehen hier Medikamente, Wasserreinigungstabletten, Schulmaterial und vieles mehr für Nothilfeeinsätze zur Verfügung. Unterstützt durch weitere Logistikzentren in Dubai, Panama und Johannesburg, kann UNICEF Hilfsgüter innerhalb von 48 Stunden an praktisch jeden Punkt der Erde bringen. Alle Zentren sind rund um die Uhr besetzt und können jederzeit zusätzliche Mitarbeiter mobilisieren.

Um grossflächig reagieren zu können, schult UNICEF laufend Personal und bereitet es auf die Notsituationen vor. Im Ernstfall agiert UNICEF in Kooperation mit der jeweiligen Regierung und mit Partnerorganisationen. So können einerseits schnelle, wirksame und auf die jeweilige Situation im Katastrophengebiet abgestimmte Sofortmassnahmen gewährleistet werden. Andererseits braucht es ein langfristiges Denken und Planen, um den Kindern Zukunftsperspektiven zu sichern.

UNICEF leistet jährlich weltweit in mehr als 200 Krisengebieten Nothilfe.


Helfen auch Sie

Emergency Newsletter Indonesien 2009


Die UNICEF Nothilfe wird aus dem Katastrophenfond finanziert. Mit Ihrer Spende für die UNICEF Nothilfe wird es möglich, die Gelder dort einzusetzen, wo sie am dringendsten benötigt werden.

 
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