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Sauberes Wasser und kinderfreundliche Schulen für 160 000 Kinder

Bhutan: children on their way to school on the outskirts of Thimphu, the capital. 
 © UNICEF/NYHQ1996-0288/Charton
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Viele Kinder in Bhutan haben einen erschwerten Zugang zu Schulbildung: Ihre Dörfer sind durch einen stundenlangen, unwegsamen Fussmarsch von den Schulhäusern getrennt, in den Schulhäusern selbst mangelt es an Material und qualifizierten Lehrpersonen.

Die Situation

Bhutan school girls

Bhutan hat sich entschieden, bis zum Jahr 2015 das UNO-Millenniumsentwicklungsziel «Grundschule für alle – Buben und Mädchen» zu erreichen. Auch wenn die Einschulunsgquote seit den 1960er Jahren stetig gestiegen ist und der Himalaja-Staat nicht mehr weit entfernt ist von seinem Ziel, hapert es noch mit der Qualität der Schulbildung.

Faktoren wie ein dürftiges Lernumfeld, ungenügend qualifizierte und ausgebildete Lehrpersonen, Mangel an Unterrichtsmaterialien, veraltete Unterrichtsmethoden (nur Auswendiglernen) sowie Schulhäuser, die weit weg vom Elternhaus liegen, verhindern eine gute Ausbildungsqualität.

Vielen Schulen in Bhutan fehlt es zudem an Trinkwasser, sanitären Anlagen und Schulmobiliar. Dieser Mangel ist ein wesentlicher Grund für die Unterrichtsabsenz der Mädchen in ländlichen Gegenden.

 

So hilft UNICEF

Bhutan, Wasserbrunnen

Bhutan konnte dank UNICEF Schweiz die Einschulungsquote seit 2006 stark steigern. 88 Prozent der Kinder gehen heute zur Schule. Nun gilt es die Ausbildungsqualität zu verbessern. Das Programm dazu wurde in einer Pilotphase am sieben Schulen getestet und heisst «kinderfreundliche Schulen». Jetzt soll es auf die restlichen 523 Schulen übertragen werden - für rund 160'000 Kinder.

Die Leitplanken sind:

  • grössere Klassenzimmer für weniger Kinder
  • sichere Umgebung mit sanitären Anlagen, sauberem Wasser und Spielmöglichkeiten
  • anregendes Unterrichtsmaterial
  • Lehrpersonen, die in individueller Unterrichtsmethodik ausgebildet sind und
  • den Einbezug von Eltern aktiv fördern.
Der Finanzbedarf für 2010 beläuft sich auf 400'000 Franken, um das Konzept «kinderfreundliche Schulen» in Schulen und in der Lehrerausbildung umzusetzen sowie weitere Schulhäuser zu bauen und zu renovieren.


 

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Bhutan, school boy



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