Mädchen stärker machen ist unser Ziel. Die Verstümmelung ihrer Genitalien aber schwächt sie lebenslang. Alle 10 Sekunden erleidet ein Mädchen dieses Schicksal. UNICEF unterstützt den Prozess des Umdenkens und trägt mit ihren Programmen zur Stärkung der Gemeinschaft bei. Die Erfolge sprechen für sich.
Engagieren Sie sich mit UNICEF gegen Mädchenbeschneidung
Das Projekt

UNICEF hat sich zum Ziel gesetzt, die Genitalverstümmelung innerhalb der nächsten zehn Jahre zu überwinden. Ein ehr- geiziges Ziel, das mit Ihrer Hilfe aber gelingen kann. UNICEF Schweiz finanziert seit 2000 in Burkina Faso, seit 2003 in Somalia, seit 2006 in Gambia und Eritrea und seit 2009 in Ägypten, Jemen, Guinea-Bissau und Mauretanien Programme zur Bekämpfung der Mädchenbeschneidung.
Im Vordergrund stehen Aufklärungskampagnen, Umschulungsprogramme für ehemalige Beschneiderinnen, Sensibilisierung der Entscheidungsträger/ innen und der Bevölkerung, Etablierung von lokalen Frauenkomitees, etc.
In allen Programmen, die UNICEF Schweiz unterstützt, steht die Menschenrechtserziehung im Zentrum. Das Arbeiten in einem kulturell sensiblen Bereich, wie es die Praktik der Mädchenbe- schneidung darstellt, verlangt nach behutsamem Vorgehen und Wertschätzung.
Im Wissen um den Ursprung und die kulturelle Abstützung setzt UNICEF daher auf den Dialog mit der Bevölkerung, den Reli- gionsführern sowie den Familien- und Clanvorstehern. Es geht um die Wertschätzung und um die Stärkung der Gemeinschaft. Indem die Entscheidung zur Abschaffung dieser Praktik durch alle zeitgleich und öffentlich erfolgt, haben die Projekte Aussicht auf Erfolg.
Erfolge der Projekte bisher

Ägypten:
- 30 Multiplikatoren/-innen wurden ausgebildet. Sie sind in 190 Gemeinden aktiv und erreichen 13 420 Familien.
- Gründung von Kinderschutzkomitees in 10 Distrikten
- 216 Radio- und Theaterprogramme und Filmvorführungen in abgelegenen Dörfern
- Etablierung von 22 Polizeipatrouillen für Umsetzung eines gesetzlichen Verbots
- Ausbildung von Gemeindehelfern in Demokratiebildung und Menschenrechten
- Unterstützung der medizinischen Angebote zur Rückführung der Beschneidung
- 2005 wurden nur noch 25% der Mädchen beschnitten - im Gegensatz zu über 66% in 1996.
- Studie über Verbreitung von Mädchenbeschneidung
- Unterstützung der Gesetzesarbeit für ein Verbot
- Sensibilisierung von 153 Dorfgemeinden
- Etablierung von 4260 Anti-Mädchenbeschneidungskomitees
- Öffentliche Deklaration zur Bannung der Mädchenbeschneidung durch 593 Familien in Gash-Barka
- 176 Beschneiderinnen geben ihre Werkzeuge ab
- Gesetz gegen Mädchenbeschneidung seit 2007
Gambia:
- Studie über Vorkommen von Mädchenbeschneidung
- Schulung von Gemeindehelfern in Menschenrechtserziehung
- Unterricht in Demokratiebildung in 100 Klassen
- Interaktives Radioprogramm
- 24 Dörfer haben der Praktik öffentlich abgeschworen
Somalia:
- Etablierung von 244 Kinderschutzkomitees
- Druck von Postern und Informationsschriften
- Regelmässige Gespräche mit Religionsführern und Entscheidungsträgern
- Training von Gemeindehelfern und Jugendlichen
- 2359 Gemeindemitglieder wurden aus Multiplikatoren ausgebildet. Sie erreichen rund 50 000 Männer und Frauen.
- 20 Dorfgemeinschaften haben sich öffentlich dazu bekannt, Mädchenbeschneidung nicht mehr durchzuführen.
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